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Marshall Vintage Special


Herzlich Willkommen zu unserem Online-Special, in dem ihr euch selbst einen Höreindruck verschaffen könnt, wie unterschiedlich die im Heft erwähnten Marshall-Topteile und Boxen klingen.

Zum Equipment
Ich habe neben den verschiedenen Topteilen fast immer das gleiche Equipment verwendet, damit ihr die Unterschiede am besten hören könnt. Alle Abweichungen sind im Text erwähnt.

1960TV Box
Cordial Lautsprecherkabel
Cordial Gitarrenkabel (High Performance 3m)
Gibson Les Paul 59 Reissue mit Burstbuckern
Fender 57 Reissue Strat (57/62 Vintage Pickups)
Daddario Saiten
Mikrofone: Shure SM57,T.Bone MB75

Erläuterung zu den Beispielen:

Alle Beispiele bestehen bewusst aus simplen Rhythmusgitarren und sind furztrocken ohne Effekte oder Mastering-Plugins aufgenommen worden, damit man wirklich nur den Amp hört. Die Klangregler sind immer auf 12 Uhr geblieben.



Beispiel 1

Der 1959SLP im Normal Channel. Loudness 1 ist auf 5 gestellt. Gut zu hören, dass der Kanal einen eher dumpfen Charakter hat und die „Oberweite“ sehr gering ausfällt.


Beispiel 2

Der High Treble-Kanal ist das krasse Gegenteil und wirkt allein schon etwas zu spitz, wenn man diesen Sound nicht ganz bewusst einsetzt.

Beispiel 3

Der Clou schlechthin ist es, die beiden Kanäle entsprechend zu brücken und das Verhältnis nach eigenem Geschmack einzustellen. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Sound, der alles bietet, was einen Marshall auszeichnet.






 


Beispiel 4

Rock and Roll all Nite. So macht ein aufgerissener Plexi Spaß. Die genauen Einstellungen sind auf dem Foto zu sehen.




Beispiel 5

Das Randy-Rhoads-Topteil in Aktion. Die Gitarre ist in Input II gesteckt und wird erst mit moderat eingestelltem Volume II gespielt. Dann drehe ich den Volume II-Regler hörbar auf und bekomme das ehrlichste Rockbrett seit Erfindung der EL34.







 

Beispiel 6

Auch das Randy Rhoads-Topteil kann seinen Ursprung aus dem Plexi nicht verbergen. Input I liefert erstklassige Crunch-Sounds.





 

Beispiel 7

Der Vintage Modern wurde mit der passenden Box aufgenommen.





Zuerst spiele ich nur mit dem Body Regler einen offenen A-Akkord und füge später etwas „Detail“ hinzu. Dann folgt ein Riff bei gedrücktem Dynamic Range-Schalter. Zu guter Letzt setze ich mit dem Mid Boost-Schalter dem Ganzen noch die Krone auf.





 

Beispiel 8

Der JVM erst als Plexi im gelben Crunch Kanal und dann als JCM 800 im grünen Overdrive-Modus gespielt. Um dem Original noch näher zu kommen, habe ich den Presence-Regler voll aufgerissen und etwas Treble in der Klangregelung ergänzt.





 

Beispiel 9

Das JVM-Topteil wird in diesem Beispiel in den roten High-Gain-Modus geschaltet.

Beispiel 10

Der Direktvergleich zwischen einem echten Plexi und dem darauf folgendem JVM 205H. Hierfür habe ich eine Stratocaster eingesetzt und euch den Hobby-Hendrix für Kassenpatienten gemimt.

Beispiel 11

Zu guter Letzt gibt es noch einen direkten Hörvergleich, wie unterschiedlich Lautsprecher tatsächlich klingen können. Dazu habe ich beide Boxen gleichzeitig aufgenommen und das Mikrofon wie in allen Beispielen zentriert auf die Membran gerichtet. Zuerst hört ihr einen „Greenback“ in der 1960TV-Box. Danach folgt im zweiten Durchgang ein Vintage 30 in einer 2x12“-Box.


Gerrit Hoß



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