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Das Leben als GIT-Student - Die Fächer am Mittwoch, Donnerstag und Freitag
Donnerstag, 11. März 2010
Mittwoch
Der Mittwoch startet genau wie der Montag mit „Single String“ um 9 Uhr, „Rhythm Guitar“ um 10 Uhr, einer Pause und „Reading“ um 12 Uhr. Danach folgt eine Pause bis um 16 Uhr in der ich meistens nach Hause gehe, um zu lernen, oder einen Live-Playing-Workshop (LPW) spiele. Die LPWs gibt es in vielen unterschiedlichen Stilistiken. So gibt es z.B. den Funk-, Country-, Classic-Rock-, Jazz-, Top-100- oder Metal-LPW. Jeder LPW hat einen festgelegten Tag in der Woche an dem er stattfindet. Dabei finden die stark frequentierten LPWs in der Concert-Hall und die weniger gebuchten in den Unterrichtsräumen statt. Um an einem LPW teilzunehmen, muss man sich für ihn eingetragen haben. Das funktioniert ganz einfach über den eigenen Student-Account auf der MI-Homepage. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, auch einen Slot für den Song, den man spielen will, zu bekommen, da nur eine bestimmte Anzahl an Slots für einen Song zur Verfügung stehen. Diese werden eine Woche bevor der Song gespielt wird online sichtbar. So gibt es, wenn man zum Beispiel bei einem Country-Song Akustik-Gitarre spielen will, nur fünf Slots zur Auswahl und man muss möglichst schon nachts um 12 vor dem Computer sitzen und warten, dass man sich für den Song eintragen kann. Ansonsten kann es sein, dass am nächsten Morgen schon alles belegt ist. Die LPWs sind einerseits richtig gut fürs eigene Gitarrenspiel und für die Live Erfahrung, andererseits können sie auch ziemlich nerven, da man mindestens ein Stück pro Woche perfekt können sollte, was natürlich eine Menge Übungszeit (die man auch gut für die Hauptfächer gebrauchen könnte) verbraucht.
Nach dem LPW/der Pause habe ich „Funk Guitar“ bei Ross Bolton. In „Funk Guitar“ werden in der ersten von drei Stunden pro Woche diverse Rhythmen und Techniken die im Funk gebräuchlich sind, wie skank, die unterschiedliche Verschiebung der chord voicings oder die Anwendung der allseits beliebten sechzehntel Triole, gelernt. Außerdem lernt man jede Woche einen Song, der in den folgenden zwei Stunden mit einer Band gespielt wird. Auf den ersten Blick scheinen da zwei Stunden relativ reichlich für einen Song, da aber circa 60 Leute in dem Kurs sind kann jeder eigentlich nur einmal spielen. Die Song sind von Bands wie: James Brown, Tower of Power, Prince oder Sly and the Family Stone.
Donnerstag
Am Donnerstag habe ich wieder um 11 Uhr „Harmonielehre“ und danach eine fünfstündige Pause, in der ich entweder nach Hause gehe, eines der diversen Open-Counselings besuche, oder, sofern einer der Räume frei ist, mit Mitschülern jamme. Um 17 Uhr habe ich dann Einzelunterricht. Mein Privatlehrer ist Ernesto Homeyer, der sich sowohl im Fusion als auch im Rock/Metal Zuhause fühlt (www.myspace.com/ernestohomeyer). Bei ihm gehen wir die Sachen, die in den Hauptfächern nicht so gut laufen oder unklar sind, noch einmal durch. Falls keine Probleme vorhanden sind, kann ich mit ihm Themen oder Songs durcharbeiten, die mich interessieren.
Freitag
Freitag ist immer „Metal-Friday“. Der Tag beginnt um 10 Uhr mit dem Metal-Wahlfach (auch gerne „Metal-McMuffin“ genannt) bei Ken Steiger. Die ersten zwei Stunden werden in der Concert-Hall verbracht. Hier wird jede Woche ein Song mit einer Band gespielt, der in der vorherigen Woche in der Klasse besprochen wurde. Unter anderem wurden gespielt: „Hell Bent For Leather“ von Judas Priest, „Bleed For Me“ von Black Label Society, oder auch „Bullet Ride” von In Flames. Nach den zwei Stunden in der Concert-Hall geht es in den dritten Stock in einen der Unterrichtsräume. Hier wird dann der Song für die nächste Woche Stück für Stück sowohl für Rhythmusgitarre als auch für Leadgitarre gelernt. Nach der Metal-Klasse geht es zu Ken Steiger ins Open Counseling wo der Song für den Metal-LPW durchgespielt wird und die Anwendung der Modes im Metal behandelt wird.
Einige der Schüler hier scheinen zu glauben, dass sie, dadurch das sie hier gute Lehrer haben automatisch besser werden und verbringen ihre freie Zeit lieber mit Videospielen. Aber es sind nicht die Lehrer die einen besser machen, sondern das Lernen. Und sobald man vor Allem im technischen Bereich das Üben vernachlässigt wird man bekanntlich schlechter. Daher ein Tipp an jeden ambitionierten Gitarristen oder auch alle Anderen, die etwas erreichen möchten, egal in welchem Bereich: Vergesst Videospiele, die halten euch nur vom Lernen bzw. vom Vorankommen ab!
Bei Fragen zum Blog, zum MI, oder bei generellen Fragen schreibt mir entweder über Facebook (www.facebook.com/mtrimborn), oder per E-mail an mikis.trimborn@gmx.de. Bis dahin... Rock On! Mikis
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