Rückblick: Tom Pettys Todestag

Mit großer Bestürzung erfuhren wir am 2.10.2017 von Tom Pettys Tod. Damals ist die Todesursache noch unklar. Wir blicken zurück. Auf Tom Petty und sein Werk inklusive der Supergroup The Traveling Wilburys.

Die Todesnachricht

Petty habe am Montag (2.10.2017) einen Herzinfarkt erlitten und sei in einem Krankenhaus in Los Angeles „viel zu früh“, aber „friedlich im Kreis seiner Familie, Bandkollegen und Freunde“ verstorben – hieß es in einer Mittleilung seiner Familie. Nur 3 Monate später gab die Familie zu: Grund für den Herzstillstand war eine Überdosis Schmerzmittel... Daraufhin kurierte die Vermutung, Petty sei abhängig gewesen. In Wirklichkeit muss er kurz vorher einen Hüftbruch erlitten  und aufgrund der Schmerzen unabsichtlich eine zu hohe Menge eingenommen haben, berichtete seine Tochter AnnaKim. Zuvor hatte Petty mit der angeknacksten Hüfte noch Konzerte gegeben, dieser habe sich aber nun zu einem vollständigen Bruch entwickelt. "Sein plötzlicher Tod ist tragisch, doch er starb an dem, was er liebte und was seinen Geist am Leben erhalten wird."

Toms musikalische Affäre: The Traveling Wilburys

Wie war! Denn Tom Petty ist viel mehr als die Person hinter "Learning to Fly". Zwischen seiner überragenden Solokarriere und den Alben mit den Heartbreakers war Tom Petty von 1988 bis 1990 Mitglied in der Supergroup "The Traveling Wilburys".

Der Begriff Supergroup ist in dem Fall allerdings irreführend. Seit Cream 1966 mit Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker entstand, geistert der Begriff durch die Musiklandschaft. Ständig treten neue derartige Bands mit berühmten Musikern auf. Viele Kombinationen sind kurzlebig und verdienen ihren Namen nicht. Nicht so die Traveling Wilburys, die aus fünf (später vier) Gitarristen/Sängern bestanden.
Die zwei veröffentlichten Alben übertrafen alle Erwartungen...

Die Supergroup der Supergitarristen

Man lasse sich nur einmal die Namen der Beteiligten auf der Zunge zergehen: Mit George Harrison (The Beatles) und Bob Dylan waren zwei Künstler beteiligt, welche die Rockmusik in den Sechzigern entscheidend geprägt, ja überhaupt geformt hatten. Jeff Lynne hatte sich zunächst bei The Move verdingt, bevor er das dauerhaft erfolgreiche Electric Light Orchestra aus der Taufe gehoben hatte. Roy Orbison war ein Hitgarant in den Sechzigern gewesen und arbeitete an seinem Comeback. Tom Petty wiederum hatte mehrere erfolgreiche Platten mit seinen Heartbreakers eingespielt und plante gerade eine Solokarriere.

 Der Auslöser für die Bandgründung war Lynnes Einstieg in die Produzentenwelt und die damit verbundene Arbeit an Harrisons Album „Cloud Nine“. Der Rest ist Geschichte ... Das sagt sich immer so leicht dahin, aber wie geht sie denn nun, die Geschichte des ersten Wilburys-Albums?

Wir erzählen sie im Detail und liefern dazu handverlesene, von unserem CD-Team eingespielte Soundbeispiele der überaus feinen Gitarrenarbeit – die Noten/TABs dazu sind im Heft abgedruckt.
Unser Traveling-Wilburys-Special findet ihr in guitar 9/2018.

Foto: Warner Music

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