Test: Music Man Majesty Monarchy

Mit der Majesty-Serie haben Music Man und John Petrucci 2014 eine ebenso eigenständige wie großartige Gitarrenserie vorgestellt. In der Monarchy-Version gibt es nun die dritte Serie dieser Ausnahmegitarre.

Echte Königsklasse

Mit den eleganten Monarchy-Modellen wird die Majesty-Serie nun auch in einer Hochglanzvariante mit transparenter Lackierung verfügbar. Diese soll die generelle Maserung des Holzes und insbesodere die geflammten Ahorndecke im schildförmigen Herz der Vorderseite besonders zur Geltung bringen. Zur Erinnnerung: Die Originalserie (Test in guitar 8/2014) war deckend lackiert und mit einer Lasergravur im zentralen Korpusbereich versehen. Entsprechend verfügen die neuen Modelle nun über eine klassischere Optik.

Wie bei den Artisan-Modellen wechselte man hierfür für die beiden Korpusflügel von Linde auf dichtes afrikanisches Mahagoni mit dekorativerer Maserung. Der durchgehende Hals besteht aus Honduras-Mahagoni und ist mit einem Ebenholzgriffbrett mit 24 Stahlbünden sowie „Schildeinlagen“ und Majesty-Logo im ersten Bund versehen.

Schubkräftiges Klangbild

Die Tonabnehmer werden per Dreiwegeschalter umgeschaltet. Dazu lässt sich per Push/Push-Funktion über den Lautstärkeregler ein interner Preamp zuschalten, dessen Hub über einen Trimmer auf der Rückseite der Gitarre justierbar ist. 

Bei angezerrten und verzerrten Klängen punktet die neue Tonnahmerkombination mit einem warmen, mittenbetonten und ziemlich schubkräfigen Klangbild, das dennoch definiert und offen tönt. Selbst bei fetten Verstärkern klingt es aufgeräumt, dabei druckvoll, mittenkräftig sowie mit klarem Attack und herrlichen Obertönen. Die neuen Tonabnehmer sind gegen-über den Illuminiator-Versionen dezent in den Höhen abgedunkelt und etwas straffer im Bass. Hier kommt es also ganz auf den Geschmack und eingesetzten Verstärker an. Beide Varianten klingen großartig.

Der Ausgangspegel reicht, um mit der Monarchy aus einem entsprechenden Verstärker bestechende High-Gain-Sounds herauszukitzeln. Den Preamp benötigt man dafür nicht. Dieser spielt seine Stärken insbesondere in Kombination mit Crunch-Kanälen oder aber für eine zusätzliche Sättigung im Soloeinsatz aus. Der Halstonabnehmer ist eine Überraschung, denn er zeigt sich erfreulich aufgeräumt, sodass neben Clean- und Soloklängen auch verzerrte Rhythmussounds umsetzbar sind.

Text: Ulf Kaiser
Foto:  Ernie Ball/Music Man

Den kompletten Test könnt ihr in guitar 10/17 nachlesen – direkt hier bestellen!
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John Petrucci Music Man Majesty Monarchy

John Petruccis neueste Majesty: Die Monarchy