The Eagles (Legends-Workshop)

Die Eagles begannen als L.A.-Cowboys und wurden zur wohl einflussreichsten US-Band der '70er Jahre. Die Geschichte der Eagles erzählt nicht nur von begnadeten Handwerkern, sondern auch davon, wie die Rockszene jener Jahre ihre Unschuld verlor.

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Kunst oder Kommerz? Professionalität oder Zynismus? Nur leicht oder schon seicht? Das sind die Pole, zwischen denen das Werk der wohl kalifornischsten aller Bands von Anfang an pendelte. Den einen sind die Eagles bis heute die perfekte Verkörperung des Besten, was der US-Rock zu bieten hat, die anderen sehen in ihnen den Triumph gewissenlosen Handwerkertums in Verbindung mit kalter Perfektion.

Fakt ist: Mit dem vor 30 Jahren erschienenen Multimillionenseller Hotel California schuf die Band ein Album, das den Mythos des Westcoast-Rock bis heute symbolisiert wie kein zweites. Und mit ihrem Their Greatest Hits 1971-1975 landeten die Eagles eines der weltweit bestverkauften Alben aller Zeiten – ihn ähnlichen Dimensionen wie Michael Jacksons Thriller.

Beides hat gute Gründe. Ende der 60er Jahre: Der Traum von Love & Peace ist geplatzt. Die bestialischen Morde von Charles Mansons Strandbuggy-Freak-Family an der Filmschauspielerin Sharon Tate und anderen haben den Glauben an die Ideale der Hippies nachhaltig erschüttert. Nicht weniger ernüchternd das gewalttätige Fiasko, dem die Rolling Stones nach ihrem schlampig organisierten Free Concert in der Altamont Speedway nahe San Francisco nur mit knapper Not entkommen waren.

Die Beatles, Symbolfiguren des Aufbruchgeistes der Swinging Sixties, waren faktisch aufgelöst, statt von „All You Need Is Love“ sang nun Jim Morrison von „The End“, während Jagger/Richards „Gimme Shelter“ lamentierten.

Musikalisch war Los Angeles dabei, London den Rang als Rockmekka abzulaufen. Und so, wie in Großbritannien mit der zweiten Welle des Brit-Blues eine Rückbesinnung auf die Wurzeln des Rock stattfand, gingen auch junge US-Rocker auf die Suche nach den Quellen ihrer Musik. Allen voran ein hochsensibler junger Songwriter aus Texas, der 1968 bei den Byrds eingestiegen war und ihnen auf ‘Sweetheart Of The Rodeo’ einen spektakulären, kommerziell allerdings desaströsen Kurswechsel verpasst hatte. 

Gram Parsons wollte Rock mit Country versöhnen, jener in den Augen vieler Hippies reaktionären Musik, mit der er in Texas aufgewachsen war. Nach seinem nur knapp einjährigen Byrds-Gastspiel gründete Parsons die Flying Burrito Brothers, die zu einem der wichtigsten Einflüsse der jungen L.A.-Szene werden und einen tragenden Ast im Stammbaum der Eagles bilden sollten. „Cosmic American Music“ nannte Parsons seine musikalische Vision, die Presse sprach von „Countryrock“.

Das Ganze war mehr als nur die fixe Idee eines versponnenen Hippies. Der Trend zu traditionellen, natürlichen Klängen lag in der Luft. Mochten die NASA-Jungs auf dem Mond spazieren, Bob Dylan hatte mit John Wesley Harding längst schon eine musikalische Rückkehr aufs platte Land eingeläutet und The Band, seine ehemaligen Begleiter, mit Music From Big Pink in dieselbe Kerbe geschlagen.

Getragen wurde die Idee auch von jeder Menge junger Musiker, vor allem denen, die durch die Clubs von Los Angeles tingelten, meistens von weit her nach Kalifornien gekommen waren und eine musikalische Muttermilch genossen hatten, die von Folk, Bluegrass und Hillbilly durchsetzt war ...

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