Die Alben des Novembers: Die Lieblingsplatten der Redaktion

Damit ihr künftig nichts mehr in Sachen geiler neuer Mucke verpasst, präsentieren wir euch an dieser Stelle die Top 6 der Platten die im letzten Monat unsere Redaktions-Hallen erreichten. Den Anfang machen diesen Monat Red Fang, Crowbar, Wovenhand und manche mehr.

Damit ihr künftig nichts mehr in Sachen geiler neuer Mucke verpasst, präsentieren wir euch an dieser Stelle die Top 6 der Platten die im letzten Monat unsere Redaktions-Hallen erreichten. Den Anfang machen diesen Monat Red Fang, Crowbar, Wovenhand und manche mehr.

 
PLATTE DES MONATS

Red Fang
Only Ghosts

(Relapse Records)


Drei Alben lang hatten die Amerikaner Zeit, ihre rotzige Mischung aus Sludge und Stoner zu perfektionieren. Das Ergebnis hört sich auf dem vierten Langspieler Only Ghosts teils gefälliger und rockiger an als die Vorgänger. Schräge Songaufbauten, Geschrei und krumme Fuzzriffs gibt’s glücklicherweise immer noch zuhauf. Mehr QotSA, weniger Boris steht dem Quartett ganz hervorragend. Fans schlagen blind zu, Neulingen bietet die Platte den perfekten Einstieg. (Alexander Pozniak)
4,5 von 5 guitar-Gs

 


sumpf-doom

Crowbar
The Serpent Only Lies

(Steamhammer/SPV)


Seit über 26 Jahren sind Kirk Windsteins Tiefton-Riffs stilprägend für das Sludge-Genre wie den Southern Metal. Mit Album Nr. elf besinnt sich Kirk seiner Roots. Das Ergebnis fällt entsprechend doomiger aus (Trouble lassen grüßen), und den Riffs wird mehr Raum gelassen als auf dem kompakten, songorientierten Vorgängeralbum. Das Ganze klingt so, als hätte Kirk sich das Crowbar-Debüt und die Melvins noch mal zur Brust gemommen und dabei Trouble gehört. Eine Heavy-Klasse für sich. (Marcel Thenée)
5 von 5 guitar-Gs

 

nackenbrecher

Dust Bolt
Mass Confusion

(Napalm Records)


Dust Bolt ballern aus allen Thrash-Metal-Rohren und pfeifen einmal mehr auf die Heerscharen an Fanzine-Rezensenten, die ihnen zwar Power, aber wenig eigenen Charme attestieren. Was Lenny Bruce (g, voc) und Flo Dehn (g) hier mit ihren Kollegen rausstellen, ist eines der erfrischendsten Thrash-Alben der vergangenen Jahre. Sprungbereit wie die frühen Suicidal Tendencies, stampfend riffend wie Anthrax und mit gnadenlos guter Riffhand in bester Slayer-Manier fräsen sich die Jungspunde durch elf Nackenbrecher. (Marcel Thenée)
5 von 5 guitar-Gs


 

Wovenhand
Star Treatment

(Glitterhouse Records)


Härter und rockiger denn je präsentieren sich Wovenhand auf ihrer neunten Studioscheibe. Die Alternative-Country-Wurzeln lassen sich nur noch vereinzelt ausmachen, auch wenn natürlich David Eugene Edwards’ Stimme ihren Wiedererkennungswert nicht verloren hat. Der flächig instrumentierte und von den Gitarren dominierte Düsterrock lässt sich irgendwo im Feld zwischen den Bad Seeds der ersten Hälfte der 1990er, den frühen Sisters und den besseren Stücken von Paradise Lost verorten. Gibt’s natürlich auch als CD. (Jürgen Ehneß)
4,5 von 5 guitar-Gs

 

teuflisches zwischenspiel

Ghost
Popestar

(Spinefarm Records)


Die nimmermüden Ghouls von Ghost und ihr Papa Emeritus verkürzen uns die Wartezeit auf ihr neues Album in Form der fünf Songs umfassenden Cover-EP Popestar. Die ungewöhnliche Songauswahl hält die Schweden nicht davon ab, die Stücke mit ihrer eigenen Magie zu überziehen, die besonders „Nocturnal Me“ und „Missionary Man“ hervorragend zu Gesicht steht. Die grandiose Eigenkomposition „Square Hammer“ rundet den okkulten Pop-Metal-Schmaus gelungen ab. (Alexander Pozniak)
4,5 von 5 guitar-Gs



honig-hooks

Glenn Hughes
Resonate

(Frontiers Music s.r.l)


Herzallerliebst vibrierender Power-Rock mit überirdischer Stimme. Der ewige 22-Jährige verdient sich den Titel „The Voice of Rock“ mit jedem Album aufs neue, egal, ob in All-Star-Formationen wie Black Country Communion oder mit seinen Solowerken. Resonate ist bis zum Anschlag vollgepackt mit Reißer-Riffs und Honig-Hooks und offenbart jede Menge Anklänge an die goldenen Deep-Purple-Zeiten des singenden Bassisten, nicht zuletzt dank der wummernden Hammond-Walzen. Ein Album wie aus einem Guss. (Matthias Breusch)
4,5 von 5 guitar-Gs