Interview: Destruction - Geballer mit Hingabe

Destruction-Urgitarrist Michael „Mike“ Sifringer und Neuzugang Damir Eskic anlässlich des brandneuen Albums Born To Perish. Im guitar-Gespräch erweisen sich die beiden als Musikliebhaber, deren gute Laune beinahe nicht zum messerscharfen Geballer zu passen scheint.

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Seit Ewigkeiten spielen Destruction das erste Mal wieder mit einem zweiten Gitarristen. Und der trägt den Spitznamen „Der Professor“. Warum das?

Michael „Mike“ Sifringer:
(lacht) Willst du, Damir?

Damir Eskic: (räuspert sich) Ich habe Musik studiert und arbeite als Dozent an einer Hochschule. Da nehme ich auch Prüfungen von den Studenten ab. Also hat Mike angefangen, mich Professor zu nennen. Mein Studium hatte den Schwerpunkt Rock/Pop mit Jazz-Einfluss, und vor allem letzteres kommt mir jetzt bei Destruction zu Gute. Denn da gibt es so viele Hauptton-Bewegungen, da ist für einen Jazzangehauchten die Welt völlig in Ordnung.

Dass Jazz bei Thrash-Metal hilft, liegt nicht nahe. Kannst du das erklären?

Damir: guitar ist ein Gitarrenmagazin, da kann man schon ins Detail gehen, oder? Klar, Thrash lebt von Pentatonik und Blues-Einfluss. Aber wenn man im Riffing den Grundton hat und eine kleine Sekunde drauf, dazu noch die Quinte und einen Tritonus, dann kann ich die Pentatonik alterieren. Das heißt: Ich kann mich mehr oder weniger frei bewegen und auch eine Tonleiter namens Halbton/Ganzton ganz leicht einbauen. Das darf man natürlich nicht übertreiben, denn sonst macht man den „Thrash-Attack“ kaputt – und das will niemand.

Michael: Geil, was für ein Vortrag. Deshalb nenne ich ihn Professor! (lacht) Wenn ich noch was bemerken darf: Der Tritonus ist mein Heiligtum. Der macht es immer schön „evil“.


Mike, lange Jahre warst du alleine der Riffmeister für Destruction. Was bringt Damir als Gitarrist ein?

Mike:
Alleine stimmt nicht ganz, denn Schmier macht auch sehr viel auf dem Bass. Seine Bassriffs muss ich auch verwursten und ein paar Anschläge anpassen. Der hat da gehörig die Finger drin. Damir jedenfalls hat die geilen Feinheiten drauf. Wenn ich „krumme“ oder unübliche Akkorde benutze, dann fällt mir nicht auf Anhieb eine geile Tonleiter ein. Aber er guckt mir kurz auf die Finger, und ruckzuck kommt gleich nicht nur eine Idee, sondern drei oder vier. Das ist immer eine Freude. Er spielt einfach dazu, und alles klingt geil. Das machen wir dann so lange, bis wir das Beste gefunden haben – sehr kreativ, sehr cool.

Drehen wir die Frage um: Damir, was macht Mike als Gitarrist aus?

Damir:
Ganz klar, er bringt den Destruction-Sound, dieses Riffing, diese Soli. Ich habe die Ehre, darüber zu frickeln und ein bisschen mitzureden.

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