guitar meets Rockantenne Podcast #1

Im ersten Teil geht es im Podcast um die Band Spidergawd, während Rockantenne-Programmchef Konrad Schwarz von Herzklopfen dank Aerosmith zu berichten weiß.

 

 


Unter dem Titel "guitar meets Rockantenne" findet monatlich ein crossmedialer Austausch zwischen guitar und dem Radiosender Rockantenne statt. In jeder Ausgabe gibt es ab sofort einen Artikel der Rockantenne-Crew in unserem Heft.

Als Gegenzug könnt ihr immer im letzten Freitag im Monat einen guitar-Beitrag in der Neueinsteigershow (zwischen 19 und 22 h) auf Rockantenne hören. Beides findet ihr regelmäßig zum Nachhören und Nachlesen auf unserer Homepage.

In dieser ersten Folge stellen wir euch die norwegische Band Spidergawd vor, die auf Metalklänge inklusive Saxophon setzen. Konrad Schwarz hat in seinem Artikel in unserem Heft von der panischen Stille des Radiomoderators bei einem gewissen Aeorosmith-Song berichtet...

 

Podcast #1 - Spidergawd

Jeweils am letzten Freitag im Monat ist die guitar-Redaktion bei Rockantenne in der Neueinsteigershow zu Gast. Hier könnt ihr Rockantenne online hören.

Wer es live verpasst hat, kann die Beiträge an dieser Stelle auf unserer Homepage nachlesen.

 

 


 

Zur Deutschland-Tour von Aerosmith im Mai 2017

 

Ich als Programmmacher und Radiomoderator musste sofort an den „Livin’ on the Edge“-Effekt denken. „Livin’ on the Edge“ – Titel Nummer fünf auf dem Album Get a Grip von 1993. Jeder hat diesen Song mit Sicherheit im Ohr. Ein schöner Song! Der auch Spaß macht, wenn man ihn auf der Gitarre nachspielt. Für Radiomoderatoren wird die Nummer aber gerne mal zur Hölle. Dazu muss man wissen, dass Moderatoren während einer Radiosendung ganz schön beschäftigt sind: Mails schreiben, Hörertelefonate annehmen, den nächsten Sendeplatz vorbereiten und den Übergang zum folgendem Titel timen. Der laufende Titel spielt dabei oft im Hintergrund. Also hört man mit einem Ohr hin, ob der Titel noch läuft, denn das Schlimmste für jeden Radiomoderator ist ein Sendeausfall. Stille! Ruhe! Nichts!

Wenn es im Studio plötzlich still wird...

... dann schießt der Puls sofort in die Höhe. Das Herz rast wie wild, und der Blick wandert in Bruchteilen von Sekunden über die vielen Knöpfe und Regler des Mischpults. Warum höre ich nichts? Wo könnte der Fehler sein? Wie kann ich ihn beheben? Verzweifelte Blitzanalysen zur schnellen Fehlerbehebung. Und dann kommen Steven Tyler und Co. auf die geniale Idee, bei „Livin’ on the Edge“ nach genau 3 Minuten und 25 Sekunden eine Pause einzubauen. Nein – keine kleine Pause! Knapp fünf Sekunden Stille, bevor die Bassdrum wieder einsetzt. Fünf sehr lange Sekunden. Fünf Sekunden, die sich noch länger anfühlen, wenn das Herz in dem Moment stehen bleibt.

Allerdings ist jeder Moderator – egal, was er am Vorabend getrieben hat – nach dem Schock wieder hellwach. Der „Livin’ on the Edge“-Effekt. Und er funktioniert auch nach knapp 25 Jahren, die der Song jetzt auf dem Buckel hat, immer wieder. Und das, obwohl jeder den Song natürlich bestens kennt. Umso mehr freuen wir uns deshalb auch auf die Konzerte von Aerosmith. Mit tausenden Fans und mit voller Aufmerksamkeit – aus tiefster Seele – pausenlos mitsingen. Gut, außer in den fünf Sekunden Pause bei „Livin’ on the Edge“. Übrigens: Für alle, die bei der Aerosmith-Tour dabei sein möchten – Rock Antenne lädt ein: Radio an! Oder reinklicken auf www.rockantenne.de

Text: Konrad Schwarz